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Langeweile abgelöst-von einem „rahmenlosen Alltag“

Autor: Svenja | Datum: 19 Oktober 2011, 15:39 | Kommentare deaktiviert

 

So, nun bin ich auch schon einen Monat hier...erst schleppend und dann doch relativ fix vergangen! Aufjedenfall dachte ich mir es wird mal Zeit wieder etwas in Schriftform umzusetzen..mit einem Glas Wein und einer Art Prinzenrollenkeks versuche ich mich nun darin....:)

Generell geht es mir ganz gut; jetzt nachdem die zwei wirklich langweiligen Wochen vorbei sind und ich die ein oder anderen Tiefpunkte bewältigt sowie vollständig überstanden habe!...man lebt sich ein in das neue Leben; Alltag so wie wir ihn kennen gibt es glaub ich nicht wirklich hier...aber so in etwa gibt es einen Rahmen von einem Tag...an dem man sich mehr oder wenig richten kann aber nicht direkt muss...nun gut; gefallen findet man irgendwie daran dann schon nach kurzer Zeit!:)

Nach kleinen Einkaufs/Erkundungstouren in unserer Stadt „Ho“ finden wir uns auch einigermaßen hier zurecht...zu Beginn schwierig, da Straßennamen nicht vorhanden sind; nun aber ganz locker gesehen. Unterwegs sind wir hier meist zu Fuß oder mit dem Taxi, ich mein bei umgerechnet 25Cent pro Fahrt kann man sich das mal gönnen;P...Immer noch faszinirend und genial finde ich die Einkaufsmöglichkeiten- es sind hier zwei kleine Supermärkte vorhanden(wirklich sehr klein und kein Vergleich zu unseren Supermärkten), der Markt ist ein Erlebnis wobei es dort alles gibt- von Lebensmitteln,über Drogerieartikeln bis hin zur Kleidung, sowie man überall am Straßenrand Lebensmittel aller Art sowie was gekochtest zu Essen findet...richtig genial!!!:DVermissen tuh ich trotzdem was...wie z.B. Johgurt!!Naja...

Zur WG; Ich würde mal behaupten wir haben uns gut zusammengelebt. Vielleicht zu Beginn etwas ungewohnt, da das männliche Denken, Verhalten sowie Handeln bei meinen beiden Mitstreitern Vincent und Jonas manchmal doch sehr ausgeprägt ist; nicht im negativen..oder doch man weiß es nicht...;D! Nein, es lebt sich ganz gut...ich mein ganz einfach bin ich wahrscheinlich mit meiner ausgeprägt weiblichen Ader auch nicht...!! Zudem gibt es echt lustige Momente und ich würde mal behaupten Vincent und ich geben soweit so gut eine ganz gute Figur in der Küche ab...wir erfinden gerne und probieren einfach aus:P.

Übrigends haben wir auch ein Haustier. Sie ist eine Krötendame und heißt Greta. Leben tut sie in der Dusche; im Türrahmen/Mauer ist ein kleiner Schlitz, in diesem wohnt sie...manchmal kommt Greta auch raus(schließlich brauchen auch mal Kröten etwas Bewegung). Jaahhaa! Eben hab ich auch mit Greta zusammen geduscht;)! Man hört raus, Greta ist echt total friedlich und manchmal gesellig...das einzigste negative ist vielleicht, dass sie noch nicht Stubenrein ist, somit nachts öfters mal in den Flur macht...nun gut, dass ist auch nicht so dramatisch! :)

Seit letzter Woche Montag arbeite ich nun...zwei Vormittage im Kindergarten(eine Art Vorschule hier in Ghana)die anderen drei Vormittage arbeite ich in einer Primary School, wo ich in verschiedenen Klassenstufen tätig bin. An drei Nachmittagen in der Woche arbeite ich mit meinem Mitfreiwilligen und ebenso WG-Partner Jonas im „Nenyo-Habobo-Projekt“(Straßenkinderprojekt) sowie wir beiden anstreben in den Schulen das „Mobile-Libary-Project“ sowie das „Reading-Project“ umzusetzten bzw. weiterzuführen. So mal eben für den Überblick...

Als ich dann letzten Donnerstag meine erste selbst zusammengestellte Unterrichtsstunde im Fach „Literacy and Languages“ umgesetzt habe musste ich danach feststellen, dass man vielleicht doch etwas mehr in die Vorbereitung investieren sollte...dieses hab ich dann auch gleich für die nächste Unterrichtsstunde am nächsten Tag umgesetzt. Jedoch muss man ebenso dazu sagen, dass es ein komisches und zugleich genial aufstrebendes Gefühl ist auf einmal von der Schülerrolle in die Lehrerrolle zu schlüpfen und zudem noch in einem Land wo der Unterricht in total anderen Dimensionen stattfindet; wobei mir dieses eher zugute kommt, da der Unterricht eher gelassener und unstrukturierter ist und somit es auch kein Problem war, dass ich manchmal meine stockenden Momente hatte...zu guter letzt habe ich dann aber nur Mut von der Lehrerin zugesprochen bekommen und ebenso ein großes Lob das ich doch mit so viel „Kreativität“ gearbeitet habe:

Ich sollte den Kids das ABC näher bringen..zu Beginn habe ich einen ABC-Song an die Tafel geschrieben und diesen dann mit denen geübt(wobei da doch eher die Lehrerin stärker mitgesungen hat als ich; könnte aber auch an meinen großartigen Talent bezüglich des Singens gelegen haben, welches ich nicht gerne auslebe:P..nun gut. Nachdem der Song dann so einigermaßen lief habe ich dann only mit den Buchstaben weitergearbeitet. Vielleicht interessant zu wissen: hier wird grundsätzlich alles auswenig gelernt, bedeutet, dass die Kids echt gut das ABC runterreden konnten; HAT man aber wahllos auf einen Buchstaben gezeigt konnten die meisten Kinder diesen nicht benennen...somit habe ich dieses geübt: Buchstaben einzelnd erkennen sowie benennen. Dann gabt es eine kl. Pause und nach der Pause hat jedes Kind einen Buchstaben(welche ich vorher auf Karteikarten geschrieben hatte)bekommen..eigenständig sollten sie sich nun nach dem ABC aufstellen. Nachdem diese Aufgabe mehr oder weniger gut bewältigt worden war habe ich wahllos einen Buchstaben rausgesucht...die Kinder sollten wieder eigenständig den Buchstaben befor and after des rausgesuchten Buchstabens suchen!

Im Endeffekt kann man allgemein sagen, dass es echt Spaß macht zu unterrichten, ich aber ebenso zu Beginn etwas Umstrukturierungszeit brauchte: from a student to a teacher! Aber es ist eine großartige Sache sich auszuprobieren.

Am Sa., den 08.10.11 waren wir in Amezofe...einem kleinen Dorf in den Bergen gelegen.

Zu Beginn sind wir auf einen Berg gestiegen und hatten von da aus zwischen den Wolken eine tolle Aussicht; um uns herum ein Meer von einer wundervollen Landschaft..UNGLAUBLICH viel Natur=Tropenwald....ich war so überwältigt und begeistert(sowie von dem ganzen Tag muss ich mal dazu sagen). Danach mussten wir ne Strecke im Tropenwald zurücklegen und ein kleines Stück „klettern“ um dann einen wunderbaren Wasserfall genießen zu können...ATEMBERAUBEND!!! Da hab ich auch gleich mal eine Runde meine Füße ins Wasser gehalten:)...! Wieder angekommen in Amezofe sind wir dann auch gleich schon in ein Nachbardorf gewandert...wo wir nette Menschen kennengelernt haben und wir was leckeres zu Essen bekommen haben. Nach der Pause haben wir uns auf den Rückweg gemacht- weiter gewandert bis zu einer Hauptstraße, von dort aus haben wir unsere kleine Reise zurück nach Ho mit einem sogenannten Trotro(„Kleinbusse“, die meist nur noch aus dem Gestell eines Autos und dem Motor bestehen) fortgesetzt; eine echt interessante, lustige Erfahrung!

So, nun beende ich das hier auch mal fürs erst...schließlich müssen noch andere Dinge erledigt werden...wie zum Beispiel die Wäsche! Dabei möchte ich anmerken, dass ich Handwäsche sowas von hasse und jetzt schon definitiv weiß, dass ich später den Luxus genannt „Wachmaschine“ mir gönnen möchte!!!!

 

eure

Afi/Afua Svenja Cichy

 

The Adventure has started...

Autor: Svenja | Datum: 22 September 2011, 17:28 | Kommentare deaktiviert

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nach einem ausgelassenen Flug, in jeglicher Hinsicht will nun ein Land neu entdeckt werden...

 

Insgesamt sind wir nun schon fünf Tage in Afrika bzw. in dem wundervollen Land namens Ghana. Alles ist anders alles ist NEU...ein komplett anderes zum Teil ungewohntes Leben: neue Wohnlandschaften, neue Menschen u. Sitten, neue wohl bemerkt wundervollen Landschaftsbilder, neues Essen(ich liebe Plaintanes=Kochbananen), neue Lebensarten ..selbst die Gerüche sind neu und ändern sich laufend...! Jeder Tag gleicht einem kleinen spannenden Abenteuer, selbst in den alltäglichen Abläufen sowie Dingen findet man trotz der Routine immer wieder Neues; nun  gut wir sind ja auch erst angekommen;)!

Den ersten Tag habe ich mit meinen beiden Kollegen und fünf weiteren Freiwilligen in der Hauptstadt Accra verbracht...die ersten Eindrücke und ein echt eindrucksvoller Tag meines Erachtens. Nachdem Frühstück sind wir in ein sogenanntes "Slumgebiet" gefahren; mitten in der Hauptstadt ein Meer von einem SlumGebiet. Dort haben wir mit den Menschen dort einen Gottesdienst gefeiert... der sehr musikalisch, schön und vor allem bewundernswert war. Ein Satz, der mir so leicht nicht mehr aus dem Kopf gehen wird, hat mich unheimlich beeindruckt: " Wir lassen die Armut hier nicht rein, nicht in dieses Haus...!" Und so war es auch...man hat den Menschen ihre "Armut" nicht angesehen; alle haben eine großartige Lebensfreude ausgestrahlt, gelacht und vor allem getanzt sowie uns offen empfangen.  Zum Ende hin mussten wir Freiwilligen zeigen, was wir unter tanzen verstehen- nach einer kurzen Orientierungsphase hat es auch Spaß gemacht. Am späten Nachmittag haben wir drei, Vincent, Jonas und ich uns von den anderen fünf Freiwilligen getrennt(Nummern wurden natürlich ausgetauscht) und sind nach Ho gefahren....haben Abends bei unserer neuen Nachbarin Lydia gegessen und sind kaputt ins Bett gefallen. Wobei ich noch einen netten Abend mit Lydia hatte; ich habe weitere Familienmitglieder kennengelernt, die noch kurz sowie spontan zu Besuch gekommen sind...das Haus gezeigt bekommen und mich sehr nett und intensive mit Lydia unterhalten- mit Händen und Füßen Englisch gesprochen, einige Wörter von ihr auf Ewe beigebracht bekommen sowie ich ihr einige deutsche Wörter näher gebracht habe...ein sehr guter lustiger Abend.

Nebenbei: ich wohne zurzeit bei Lydia und die anderen zwei in einem nahegelegenen Hotel. Grund: weil in unserem Haus der Strom neu verlegt wird...was aber alles andere als ein Problem ist-flexibel ist das Stichwort.

Zu der Stadt "Ho" in der ich ein Jahr leben werde kann man sagen, dass es eine doch recht schöne Stadt ist. Sie liegt in einem etwas hügeligeren Gebiet...von einer beeindruckenden Natur umgeben. Es ist noch etwas schwierig sich hier zurecht zu finden...da  eine "Ordnung" von Straßen nicht wirklich vorhanden ist..aber man kommt zurecht; im Endeffekt immer die Leute fragen;). Wobei uns es auch einfach Freude bereitet alles selber zu erkunden und auszuprobieren:). FASZINIEREND vor allem der Markt, wo man wirklich alles bekommt...der Platz doch wirklich sehr verstrickt sowie verrückt wirkt...aber doch genial! Ho hat für eine Stadt soweit alles, was man zum Leben benötigt; sogar mehr als das wenn man es mal genau betrachtet. Die Menschen hier sind sehr offen und freundlich; aus jeder Ecke hört man "welcome".... ! Ein Satz dem ich bestimmt noch öfters begegnen werde...

Gestern wurden wir dem gesamten "Büro" vorgestellt. Im Laufe der nächsten Tage durchlaufen wir einige Einsatzstellen um so einen Überblick zu bekommen...

 

Zu Beginn dachte ich...ui, dass könnte doch ein recht langes  interessantes aber vor allem hartes Jahr werden...von diesem Gedanken bin ich aber wieder komplett weg! Von Tag zu Tag lebe ich mich hier mehr ein und fühle mich immer mehr Zuhause.Keine Frage, es wird noch seine Zeit dauern, bis ich mich "komplett" eingewöhnt habe...doch ich bin mehr als guter Dinge was das angeht. Ich mag das Leben hier und an die Lebensweise gewöhnt man sich auch recht schnell..:)! Ebenso beeindruckend die Ruhe die in jedem Menschen hier vorhanden ist und jeder einzelne Austrahlt -unglaublich. Das Gute; man verinnerlicht diese Ruhe doch recht schnell;)!

 

Im gesamten kann man sagen, dass alles total interessant, wunderbar, lustig, spannend...UND vor allem sehr eindrucksvoll ist; ein komplett anderes Leben=ein ABENTEUER auf das ich mich lange gefreut habe und nun leben werde!

 

so, "welcome to africa" and my adventure!

 

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